Den Saudis geht das Wasser aus

Seit 1995 war Saudi Arabien unabhängig vom Weizen-Weltmarkt. Bis 2017 soll das Weizenprogramm jetzt eingestellt werden. Die amerikanische Art des Wasserverprassens hat auch den Wüstenstaat schwer getroffen

 

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/bewaesserungsanlagen-in-saudi-arabien-satellitenbild-a-1046061.html

 

Klimabericht sieht große Gefahren für USA


Der Klimawandel findet nicht erst in einer fernen Zukunft statt, er ist längst Realität – mit weitreichenden und teilweise dramatischen Folgen für die gesamten USA.


http://www.klimaretter.info/politik/nachricht/16355-klimabericht-sieht-grosse-gefahren-fuer-usa

 

Auch mit Salzwasser lassen sich Ernteerträge generieren

http://www.dw.de/gem%C3%BCse-aus-der-w%C3%BCste/a-17031000

 

Landwirtschaft

Gemüse aus der Wüste

Datteln und Wasser - mehr bräuchten Beduinen nicht, um zu überleben. Selbst wenn dieses Gerücht stimmen sollte: In Wüsten wachsen nicht nur Dattel-Palmen, sondern auch Erdbeeren oder Tomaten sind kein Problem mehr.

15.12.2012

 

Neuer Klimareport Uno-Prognose verblüfft mit Meeresspiegel-Sprung

 

Von Axel Bojanowski

picture-alliance/ dpa

Nordspitze der Insel Sylt: Gefahr aus Grönland



Der nächste Weltklimabericht ist schon vor der offiziellen Veröffentlichung bekannt geworden: Die Uno bekräftigt darin ihre Warnung vor einer deutlichen Erwärmung. Doch der Report enthält auch eine erstaunliche Vorhersage.

Hamburg - Es ist wieder passiert, der Geist ist aus der Flasche. Vor der Veröffentlichung ihres Klimaberichts muss das Klimasekretariat der Vereinten Nationen (IPCC) jedesmal mitansehen, wie der vertrauliche Report im Internet präsentiert wird. Dann stürzen sich traditionell Lobbyisten auf die brisanten Dokumente - und interpretieren sie nach ihrem Geschmack. Auf diese Weise erhält der Weltklimabericht, an dem Tausende Forscher jahrelang arbeiten, seine erste Deutung - allerdings nicht wie beabsichtigt von Experten, sondern von Außenstehenden.

Diesmal veröffentlichte ein Blogger den Bericht, der als sogenannter Klimaskeptiker die Interpretationen des IPCC anzweifelt. Er trickste sich mit einem Vertrauensbruch an die Dokumente: Der Blogger nutzte die Offenheit des Prüfungsverfahrens des IPCC-Berichts aus und ließ sich als Gutachter eintragen; jeder Bürger kann auf Anfrage diese Funktion einnehmen.

Die Transparenz soll sicherstellen, dass alle Einwände gegen den Inhalt des Reports berücksichtigt werden können. 31.422 Kommentare liegen dem IPCC derzeit für den Entwurf des nächsten Berichts vor, der im September offiziell veröffentlicht werden soll. Sie müssen nun von Forschern neben ihrer normalen Arbeit geprüft und beantwortet werden - ein beträchtlicher Aufwand. Trotz berechtigter Kritik am IPCC und mancher Fehler im Report: Wohl keine andere Wissenschaft verfügt über eine dermaßen sorgfältige Sammlung ihrer Kenntnisse.

Kampf um die Deutung

Erste Entwürfe des neuen IPCC-Berichts erreichten Journalisten bereits vor Monaten. Das Besondere an dem neuen Leck ist, dass diesmal auch die Zusammenfassung für Politiker so früh bekannt wurde. Das übrige rund 1000-seitige Werk fasst lediglich zusammen, was an Studien bekannt ist. Das knapp 30-seitige Kondensat des Reports hingegen begründet die Deutungsmacht des Uno-Klimarats: Für die Zusammenfassung wird ausgewählt, welche Daten maßgeblich sind, welche Interpretationen am wahrscheinlichsten erscheinen.

Seinen Schliff erhält die Zusammenfassung für Politiker kurz vor Veröffentlichung des Reports, wenn Delegierte der Staaten mit ihren Anwälten das Papier beraten. Dabei geraten wissenschaftliche Fakten in den Mahlstrom politischer Interessen, weshalb die Zusammenfassung den fraglichen Teil des IPCC-Reports darstellt.

Umso interessanter also, dass nun eine vorläufige Version des Resümees öffentlich wurde, das ausschließlich von Wissenschaftlern verfasst wurde. Zwar werden die Forscher in den kommenden Monaten noch Änderungen daran vornehmen. Doch wesentliche Teile dürften erhalten bleiben.

Die wichtigsten Messungen und Prognosen zum Klima lauten:

  • Temperatur: Ende des Jahrhunderts wird es in Bodennähe mit großer Wahrscheinlichkeit 0,2 bis 4,8 Grad wärmer sein als heute - je nachdem, wie viel Treibhausgase mit Autos, Fabriken, Kraftwerken und Heizungen in die Luft gelangen. Derzeit enthalte die Luft so viel Kohlendioxid (CO2) wie zuletzt vor mindestens 800.000 Jahren.
  • Einfluss des Menschen: "Fast sicher" ist nach Einschätzung der Forscher, dass der Mensch bereits wesentlich zu Klimaveränderungen beigetragen hat. Mehr als die Hälfte des Temperaturanstiegs seit Mitte des 20. Jahrhunderts sei von industriellen Treibhausgasen verursacht worden.
  • Meeresspiegel: Die Ozeane steigen seit 1993 pro Jahr um 2,7 bis 3,7 Millimeter an - und damit um etwa einen Millimeter schneller als in den Jahrzehnten zuvor. Die Ozeane werden den Wissenschaftlern zufolge bis Ende des Jahrhunderts um mindestens 29 Zentimeter schwellen. Sollte die Treibhausmenge ungebremst steigen, drohen 82 Zentimeter höhere Pegel. Damit erhöht der IPCC seine Extremprognose gegenüber seinem letzten Report von vor fünf Jahren deutlich - um 23 Zentimeter. Diesmal wurde für die schlimmsten Szenarien ein beschleunigtes Abtauen der Gletscher in Grönland und der West-Antarktis einbezogen. Vor solchen Prognosen war der IPCC im letzten Report 2007 aufgrund der unsicheren Datenlage zurückgeschreckt. Seither gibt es heftige Debatten um die Schnelligkeit des Meeresspiegelanstiegs.
  • Gletscher: Grund zum Pessimismus geben Daten über das Abschmelzen der großen Eisschilde: Grönland verliere in den vergangenen Jahren verstärkt Eis; mittlerweile hebe das Schmelzwasser die Ozeane um 0,28 bis 0,79 Millimeter pro Jahr. Die Antarktis steuere 0,01 bis 0,3 Millimeter pro Jahr zum Pegelanstieg bei. Allerdings, betont der IPCC, gebe es erhebliche Unsicherheiten bei den Gletscher-Daten; nur ein Bruchteil der Eisströme wurde kontinuierlich über längere Zeit vermessen.
  • Meereis: Die Eisschollen der Arktis haben sich extrem verkleinert: Im Sommer halbiert sich seine Fläche des nordischen Meereises mittlerweile, selbst das Wintereis ist nur noch halb so dick. In der Antarktis hingegen hat sich die Fläche des Meereises ein wenig vergrößert.
  • Zum Extremwetter hatte der IPCC erst kürzlich das gesammelte Wissen veröffentlicht. Hitzewellen und Sturzregen werden demnach vermutlich häufiger, Frostperioden seltener. Sturmfluten laufen höher auf.

Wissenschaftler dürfen den neuen Uno-Bericht bis zur Publikation nicht kommentieren. "Solange die Arbeit nicht beendet ist, können wir nichts dazu sagen", schreibt der IPCC in einer Stellungnahme. Das Gremium und die Forscher müssen die Deutung der Daten also abermals anderen überlassen. Man sei, heißt es beim IPCC, von der Vorveröffentlichung überrascht worden - wieder einmal.

Forderungen nach einer neuen Vorgehensweise erhalten Auftrieb: Forscher fordern, den IPCC-Report von Anfang an für jeden einsehbar im Internet zu verfassen, inklusive aller Anmerkungen und Korrekturen. Damit ginge dem Klimabericht der Anschein des Geheimen verloren; der IPCC bräuchte kein Leck in seinem System mehr zu fürchten.



iENA2011

Auf der iENA 2011 in Nürnberg wurde das Abwärmekraftwerk sowohl mit der Silbermedaille als auch mit dem IHK-Preis ausgezeichnet.

Damit sind wir natürlich auf dem richtigen Weg in die Wüste.



Äthiopien -Bioenergie gegen Landwirtschaft

Urwald Schrumpft-aus SZ

Aktueller Artikel aus Pressetext Austria

Wüstenwald schluckt CO2

Treibhausgase führen zu schnellwachsenden Pflanzen in trockenen Regionen

Rehovot (pte012/09.05.2003/10:22) - Wissenschaftler des israelischen Weizmanns Forschungsinstituts http://www.weizmann.ac.il haben entdeckt, dass die Bäume in trockenen Regionen größere Mengen von CO2 aufnehmen können als bisher angenommen. Nach Ergebnissen der internationalen Klimaforscher geht es um Mengen von rund sieben Mrd. Tonnen CO2. Die Wissenschaftler haben das anhand von einem Versuchswald, dem Yatir-Forest, der vor 35 Jahren in der Negev-Wüste gepflanzt wurde, festgestellt. Die Erkenntnisse wurden in der jüngsten Ausgabe des Fachmagazins "Global Change Biology" veröffentlicht.

Die Forscher um Dan Yakir vom Institute for Environmental Sciences and Energy haben entdeckt, dass Bäume in trockeneren Gebieten besser und schneller wachsen als bisher angenommen. Pflanzen brauchen CO2 für die Photosynthese, die wiederum zur Produktion von Zucker als Nahrung dient. Um jedoch diese chemische Reaktion zu ermöglichen, müssen Pflanzen ihre Poren weit öffnen und verbrauchen dabei große Mengen von Wasser durch Verdunstung. Nach Angaben der Forscher müssen Pflanzen so zu sagen selbst entscheiden, ob sie mehr Wasser oder mehr CO2 verbrauchen. Yakir glaubt sogar, dass die 30-prozentige Zunahme des CO2 seit der industriellen Revolution diesen Umstand selbst geregelt hat. "Daher öffnen Pflanzen ihre Poren nicht mehr vollständig, verbrauchen auch weniger Wasser. Das führt dazu, dass mehr Feuchtigkeit im Boden bleibt und daher auch in trockeneren Regionen mehr Pflanzen gedeihen können", so Yakir.

Die israelischen Forscher wollen ihre Studien weiter fortsetzen und für bessere Vegetation in trockenen Landstrichen sorgen. Diese würde auch die weitere Ausdehnung der Wüsten verhindern.

(Ende)

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